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Verschiedenes
zum Thema Vornamen 
Hier kommt
ein Sammusorium an Artikeln, Beiträgen, Bemerkungen, Witzigem, Sonstigem...
rein. Eben all das, was ich auf den anderen Seiten nicht untergebracht bekomme,
mir aber trotzdem wichtig erscheint.
Am 29.Juni 2002 (dem Geburtstag
von Rike) erreichte mich ein Mail von Kris, was ich hier gerne veröffentlichen
möchten. Typisch bayrisches Beamte kann ich dazu nur sagen: Hallo! Vornamen sind eine interessante Sache - noch interessanter ist,
was so alles erlaubt oder nicht erlaubt wird. Dabei fällt mir ein, dass
ich mal eine Zeitungsnotiz gelesen habe, in der sich Frau Rodriguez
äußerte. Da meinte sie, dass doch bestimmte Namen nicht nach Deutschland
paßten! (Sagt gerade jemand mit dem Namen Gabriele Rodriguez - weder Vor-
noch Hausname sind "deutsch"!) Ihr Beispiel war - glaube ich - Pamela
Meier oder so. Das fand ich ziemlich arrogant. Und habe überlegt, was sie
meint. Passen nur Namen nach Deutschland, die auch deutschen (germanischen)
Ursprungs sind? Oder die, die in Deutschland bekannt und seit etlichen
Jahren gebräuchlich sind? Denn wir leben doch inzwischen in offenen und
toleranten Welt (so sollte es jedenfalls sein) und in Deutschland leben
inzwischen viele, deren Name wohl nicht hierhin paßt. Sollen wir die jetzt
wegschicken??? Außerdem kommt es immer auf den Zeitpunkt an, ob etwas nach
Deutschland "paßt" oder nicht. Die Modenamen wie Marie oder Alexander waren
auch mal ganz neu und ungewöhnlich - und deutsch sind beide nicht. Wenn immer
nur nach Deutschland passende Namen vergeben würden, hießen wir immer
noch Hermann und Thusnelda. Leider entscheiden immer noch manche
Standesbeamte so, als dürften "deutsche" Kinder nur "deutsche" Namen bekommen
- genauso wie im 3.Reich. In einer bayrischen (!) Zeitung (PNP - Ausgabe
Landau) habe ich diesen Artikel gefunden:
"Warum ein Kind zwar
Pumuckl, aber nicht Arkan-Armando heißen darf: Bei den Standesämtern im
Landkreis gibt es genaue Regeln, wie ein Kind genannt werden darf - Die
beliebtesten Namen sind Maximilian und Julia Von Martina
Hemauer Landau. Wie soll unser Baby denn nun heißen? Eine Frage, die
werdenden Eltern manchmal schlaflose Nächte beschert. Franz wie der Opa oder
doch lieber Robert wie Lieblingsschauspieler Robert Redford? Bei
den Standesämtern gibt es genaue Regeln, was man einem Kind in punkto
Namen antun darf und was nicht. 9000 Namen stehen im Internationalen
Handbuch der Vornamen, das in jedem deutschen Standesamt stets griffbereit
ist. Eigentlich genug, um einen für das eigene Kind zu finden. Doch hin und
wieder sind selbst die Standesbeamten in Landau und Dingolfing ratlos ob der
Namens-Kreationen der Eltern. Egal ob Maxi oder Arkan-Armando, im
Landkreis würden die beiden Namen nicht beurkundet. "Maxi ist nicht
geschlechtsspezifisch, also sowohl für Mädchen als auch für Jungen möglich.
Doch ein Name sollte immer auf das Geschlecht hinweisen", erklärt Landaus
leitender Standesbeamter Rudolf Bauer. Einziger Ausweg: hinter Maxi noch
einen zweiten Namen setzen, geschlechtsspezifisch. "Maxi Jürgen oder Maxi
Maria sind kein Problem." Gleiches gilt für Kim und Chris. Auch Sascha
bereitet den Standesbeamten Kopfzerbrechen. "Dieser russisch Name ist nicht
nur für beide Geschlechter möglich, sondern außerdem noch die Koseform von
Alexandra", weiß Dingolfings Standesbeamter Franz Xaver Wojatzki. Kosenamen
werden ebensowenig beurkundet wie die Abkürzung Maxi. Anders bei
Arkan-Armando. "Dieser Name wäre kompletter Blödsinn. Denn Arkan kommt aus
dem Türkischen und Armando aus dem Spanischen. Wenn nicht die Eltern aus den
beiden Ländern stammen, macht diese Kombination überhaupt keinen Sinn", so
Bauer. Und würde so auch im Landkreis nicht beurkundet. Ähnlich ist das bei
Jesus. "Deutsche Eltern haben damit keine Chance. Doch sind die Eltern
Spanier, können sie ihr Kind natürlich so nennen." Denn Jesus ist in Spanien
ein gängiger Vorname. Die Sitten und Namen des Landes werden bei
ausländischen Eltern immer berücksichtigt. Und falls es doch einmal
Unklarheiten gibt, kann man immer noch im jeweiligen Konsulat nachfragen.
Wird der Vorname dort nicht bestätigt, heißt es für die Eltern: neuen Namen
suchen. Für den slawischen Bereich, so verrät Wojatzki, nutze man auch die
Universität Leipzig. Die dortige slawische Abteilung gebe dem Standesbeamten
Auskunft. Generell soll der Name für das Kind nicht belastend sein oder
überhaupt negativ behaftet, auch Tiernamen und Krankheiten sind nicht
erlaubt. Also sind Luzifer, Meningitis, Lupo oder Schneewittchen nicht
möglich. Eine Ausnahme bildet Pumuckl. "Der Name ist möglich, laut
eines Gerichtsbeschlusses ist er nicht als negativ einzustufen. Allerdings
darf er nur in Verbindung mit einem zweiten Namen gegeben werden: zum
Beispiel Franz Pumuckl oder Pumuckl Josef", so Wojatzki. "Aber man sollte
sich überlegen, ob man dem Kind damit wirklich einen Gefallen tut. Wenn der
Pumuckl nämlich zu allem Überfluss noch rote Haare hat, hat er in seinem
Leben nichts zu lachen." Überhaupt solle man sich schon vor der Geburt des
Kindes informieren, ob ein Name zulässig ist. "Bei normalen Namen wie
Alexander oder Verena ist das natürlich nicht nötig. Aber je ausgefallener
der Vorname sein soll, desto wichtiger ist es, sich beim Standesamt rück zu
versichern", so Bauer. Zuständig ist immer das Standesamt der Stadt, in der
das Kind geboren wird. Und da die Beurkundung eines Namens im Ermessen des
Beamten liegt, kann es schon vorkommen, dass in München ein Arkan-Armando
zulässig ist. "Dann müsste die Mutter halt dort entbinden." Bis zu vier
Mal im Jahr kommt es im Landkreis vor, dass ein Name nicht so beurkundet
wird, wie die Eltern das wünschen. Häufigstes Problem ist dabei der
Bindestrich. "Sind zwei Namen durch einen Strich verbunden zählen sie als ein
Vorname, wie Eva-Maria oder Franz-Xaver", erklärt Wojatzki. Irgendwann werde
es unsinnig, zwei Namen zu verbinden. Schließlich sei es kein Spaß, wenn man
nach dem Namen gefragt wird, Maximilian-Alexander schreiben zu müssen. "Ohne
Bindestrich kann er sich für einen Namen entscheiden, das ist viel
einfacher." Im Großen und Ganzen gibt es im Landkreis keine Probleme mit
der Beurkundung. Auch wenn ausländische Namen wie Chantal oder Kevin
immer beliebter würden, seien die häufigsten Kindsnamen immer noch Maximilian,
Andreas, Julia und Verena. Auch die täglichen Soaps beeinflussen
die Namensgebung, weiß Bauer. "Seit es beim `Marienhof' eine Anna-Lena gibt,
ist der Name wieder gefragt." Im Großen und Ganzen, so sind sich die
beiden Standesbeamten einig, solle man sich im Vorfeld genau überlegen, ob
man dem Baby wirklich etwas wie Pumuckl antun will. Schließlich gehe es
einzig und allein um das Wohl
des Kindes."
Hier
wird ja wohl sogar noch nach dem "Blut und Boden"-Grundsatz entschieden: Für
deutsche Kinder nur deutsche Namen! Auf keine Fall türkische!
Igitt! Sonst fällt mir wirklich nichts dazu ein! Grüße Kris
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